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„Pflege habe ich von der Pike auf gelernt“

Ulrike Dogue (49) ist die neue Pflegedirektorin des Bezirkskrankenhauses (BKH) Augsburg. Wir stellten ihr an ihrem ersten Arbeitstag ein paar Fragen.

Frau Dogue, haben Sie gut zu Ihrem neuen Arbeitsplatz gefunden?

Ulrike Dogue: Ja. Hier in der Klinik ist zwar alles etwas verwinkelt und weitläufig, aber ich bin da. Ich war ja schon vor zwei Wochen mal hier und habe mich mit den Pflegedienstleitungen zusammengesetzt. 

Wie ist Ihr erster Eindruck vom Haus?

Dogue: Sehr, sehr gut. Die Klinik wirkt freundlich, hell. Die Mitarbeiter geben mir das Gefühl, willkommen zu sein.

Wie sind Sie aufgenommen worden?

Dogue: Äußerst freundlich, mit sehr viel Offenheit und Wertschätzung. Einige Leute haben mir bereits gesagt, dass sie sich freuen, dass ich komme, was mich freut.

Wie sind Sie auf das BKH Augsburg aufmerksam geworden?

Dogue: Einerseits durch die öffentliche Stellenausschreibung, andererseits durch Hörensagen. Man ist ja ein bisschen vernetzt (schmunzelt). Das BKH Augsburg genießt einen sehr, sehr guten Ruf.

Und Augsburg liegt ja in Bayern…

Dogue: Augsburg ist eine schöne Stadt. Und in Bayern habe ich mich während meiner 16-jährigen Zeit in Taufkirchen sehr wohl gefühlt. Deswegen habe ich stets gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn ich diese Stelle bekäme. Es hat geklappt.

Welche Chefin dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier erwarten? Wie würden Sie sich beschreiben?

Dogue: Ich stehe für die psychiatrische Pflege und setze mich für die Professionalisierung der Pflege ein. Pflege, speziell die psychiatrische Pflege, habe ich von der Pike auf gelernt und die vergangenen 20 Jahre lang gemacht. Es ist das, was mir ans Herz gewachsen ist und was ich kann. In diesem Zusammenhang habe ich gelernt, Menschen zuzuhören, was mein Gegenüber zu sagen hat, und dann darauf zu reagieren. Grundsätzlich gehe ich erst einmal davon aus, dass alle Mitarbeiter versuchen, ihr Bestes zu tun. Als Führungskraft muss man Entscheidungen treffen, angenehme wie auch unangenehme. Wichtig ist jedoch, den anderen einzubinden und ihn zumindest mal anzuhören, ehe man entscheidet.

Welche ersten Ziele haben Sie sich gesetzt?

Dogue: Ich will mit vielen Leuten hier in Kontakt treten, sie kennenlernen, auf Station gehen und die Teams fragen: Wo drückt der Schuh? Was denken Sie: Was kann man verändern,  was soll/muss man verbessern? Mein Vorteil ist: Ich komme von außen und habe einige Kliniken und Psychiatrien gesehen. Langfristig geht es um die Sicherstellung der bestmöglichen Therapie und Versorgung unserer Patienten. Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich Mitarbeiter mit ihrer Arbeitsstelle identifizieren und wohlfühlen. 

Was ist für Sie dabei entscheidend?

Dogue: Ich habe mitbekommen, dass es auf der Suche nach Fachkräften hier im Pflegebereich viele Bewerbungen gab und gibt. Das ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich. Entscheidend ist dabei für mich, den sehr guten Ruf der Klinik, gepaart mit hoher Fachlichkeit und positiver Grundstimmung, hochzuhalten.

Wie wollen Sie die Fülle an Herausforderungen bewältigen? Haben Sie ein Patentrezept?

Dogue: Ich denke, ein Patentrezept gibt es da nicht. Ich bin ein strukturierter Mensch, der stets offen für was Neues ist. Zuallererst muss ich mir mal einen Überblick verschaffen, um dann gemeinsam mit den Pflegedienstleitungen eine Art Prioritätenliste zu erstellen. Manchmal braucht man ein gutes Wiedervorlage-System! (lacht)

Letzte Frage: Haben Sie schon eine Wohnung gefunden? Das ist ja im Raum Augsburg angesichts der angespannten Lage auf dem Immobiliensektor nicht leicht, oder?

Dogue: Ich hatte Glück! Ich habe sehr schnell eine Wohnung im südlichen Landkreis Augsburg gefunden und bereits bezogen.